Orden

Historie

33 Jahre RCC

Am Anfang stand eine Idee

Am 22. Dezember 1974 fand sich im Gasthaus zum Löwen eine Gruppe junger Leute zusammen, um den Gedanken zu diskutieren:

"Wie kann man den Brauchtum des Faschings in Retzbach mit neuem Leben füllen?"

Eine muntere Frühschoppenstimmung beflügelte die Diskussion.
Es gab zwar alljährlich das bunte Narrentreiben an den eigentlichen Faschingstagen, aber zwischen den einzelnen Gruppen gab es keinen Zusammenhang oder Zusammenhalt.
Zielvorstellungen waren bald erarbeitet und wurden seit 1974 folgendermaßen verwirklicht:

  • Die Bildung eines Elferrates gelang nach einer längeren Anlaufzeit für die Session 1977/78. Mitglieder der Herrenformation, die erstmals auftrat, waren:

    Peter Bodensiek, Freddy Geiger, Norbert Hörning, Raimund Kirchner, Dieter Klüpfel, Manfred Lauter, Georg Lieblein, Gunther Obel, Otto Volkenstein, Werner Volkenstein, Leopold Weisensee.
  • Seit dem Auftakt im Jahre 1975 läuft nunmehr alljährlich unter der Regie des RCC in Retzbach ein Faschingszug. Aufsehen erregte der Beschluss, im Jahre 1983 den Zug erstmals eine Woche vor dem eigentlichen Faschingssonntag zu veranstalten.
    Der Erfolg des Zuges - sei es die Mitwirkung der aktiven Gruppen, wie auch die Zuschauerbeteiligung - rechtfertigt diese Überlegung. Der Zugumfang 1984 mit 15 Wagen und 23 Fußgruppen war das bis dahin beste Ergebnis dieses Unternehmens.
  • Jeder Verein veranstaltet einen Kappenabend, der auf Wunsch vom Prinzenpaar und Elferrat besucht wird.
  • Seit 1979 findet jedes Jahr am 11.11. um 19:11 Uhr der Rathaussturm statt. Es erfolgt die Machtübernahme durch das neue Prinzenpaar, das Oberhaupt aller Retzbacher Narren ist und diese in der 5. Jahreszeit regiert.
  • Frau Sigrid Oestemer gestaltete für die Sitzung 1981 erstmals ein überdimensionales Bühnenbild. Diese "Tradition" ist bis heute beibehalten worden.
  • Unter der Leitung von Brigitte Rumpel konnte 1978 erstmals eine schwungvolle Tanzgarde aufgeboten werden.
    1984 traten mit Ingrid Babinsky als Leiterin zum ersten Mal eine Kindertanzgarde und ein Tanzmariechen auf.
    Seit 1993 gibt es in Retzbach drei Tanzgarden; die Prinzengarde, die Juniorengarde und die Purzelgarde
  • Am 30. Januar 1977 wagte man mit einem umfassend und gründlich vorbereiteten Programm im Saal des Gasthauses „Zum Löwen" zum ersten Mal die Gestaltung eines Bunten Abends:
    • Sitzungspräsident: Helmut Funk
    • Männerballett: Gerold Rumpel, Siegfried Schmitt, Günter Reubelt, Georg Gehrsitz, Bernhard Lehrmann, Manfred Weber
    • Kapalleköpf: Helene Schmitt, Elfriede Grimmer, Fritz Babinsky, Ingrid Babinsky, Klaus Kurpanek, Hubert Müller, Georg Kübert
    • Büttenredner: Günter Feser, Josef Schindler, Helmut Funk, Leopold Weisensee, Günther Obel, Peter Bodensiek, Thea Seubert
    • Prinzenpaar: Helene und Peter Bodensiek
    • Eintritt: 3.50 DM
    • Orden: Retzbacher Pfeffernuss am Halsband
  • Seit 1977 ist man bemüht, die aktiven Personen und Ideen in Vorbereitung auf die anstehende Session in Form einer Faschingszeitung der Öffentlichkeit vorzustellen. Als Redakteure wirkten und wirken hier Heribert Zull, Uschi Schmitt, Hubert Müller, Wolfgang Eichfelder, Dieter Schmitt, Dieter Reuchlein, Margrit Schipper, Hilde Lauer und Jason Easter erfolgreich.

Um diese Überlegungen zu verwirklichen, mussten tatkräftige Initiatoren gefunden werden.
Die Anwesenden fassten ihre Idee in den Begriff

"Carneval-Club Retzbach",

konstituierten sich in den zuständigen Gremien und ein neuer Verein war in Retzbach ins Leben gerufen worden.
Aus dem Protokoll der ersten Versammlung entnehmen wir folgende Angaben:

Bruno Lehrmann, Karin Eisenreich, Karl-Heinz Schüpfer, Bruno Lehrmann, Hermann Gehrsitz, Rosa Gerhard, Georg Peter, Bruno Lemmich, Elisabeth Betz, Sigrid Fischer, Georg Weisensee, Lorenz Strifsky, Hugo Heßdörfer, Lieselotte Full, Helga Graus (geb. Schmidl), Karlheinz Graus, Michael Zull, Alexander Konrad, Margarete Pröstler, Ludwig Sauer, Alois Spahn, Burkard Lauter, Siegfried Schmitt.
Betrag im Jahr: 10.- DM


Die Festigung eines inneren Zusammenhaltes wird durch folgende Veranstaltungen erreicht:
Grillabende, gemeinsame Busfahrten, Federweißenabende, Lampionfest, River-Boat-Fahrt mit Tanz, Aktivenessen (u.a. mit der Gruppe „Die Singerei"), Wanderungen verschiedener Art, Schlachtschüsselessen auf "Irmgards Hütte" in den Weinbergen mit anschließendem „Würschtln" und zuletzt Busfahrt zum Entenessen.

Dies alles ist Ausdruck einer lebendigen und kreativen Gemeinschaft. Das Bemühen um neue Mitglieder lässt eine stolze Bilanz erkennen:
Das Protokoll weist mit 158 Mitgliedern im Jahre 1978 den RCC als den damals drittstärksten Verein in Retzbach aus. Im September 1981 werden 237 Mitglieder, im September 1984 366 Mitglieder registriert. 1996 hat der RCC schließlich 401 Mitglieder.
Am 19. März 1976 wählte eine Versammlung von 60 Mitgliedern eine Vorstandschaft und bestellte einen Beirat und einen Vergnügungsausschuss mit je 5 Mitgliedern.
Die Anerkennung des Vereins und seiner gemeinnützigen Zielvorstellung erreichte man durch Verabschiedung einer Satzung und dem Eintrag ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Gemünden am 18. Juni 1976.

Der RCC zeigt Ausstrahlung nach außen

Die Prunksitzungen und der alljährliche Faschingszug sind zu tragenden gesellschaftlichen Veranstaltungen im Jahreslauf des Retzbacher Ortsbildes geworden.
1985 veranstaltete der RCC in der Heckenstraße ein Weinfest, 1988 und 1989 organisierte er die Maibaumaufstellung am Dorfbrunnen.
Sein Herz für andere bewies der RCC, als er im Jahre 1980 ein Sommerfest organisierte und dessen Erlös in Höhe von 6.000.- DM der Aktion Sorgenkind übermittelte.
Seit 1980 bestehen freundschaftliche Bande zur DJK in Retzstadt, eine alljährliche Sitzung in der dortigen Halle gehörte lange Zeit zum Veranstaltungsrepertoire.
Auch mit den Faschingsvereinen der umliegenden Ortschaften pflegt man die Freundschaft und kommt gerne zu deren Veranstaltungen.
Als ein Fußball-Turnier aller Ortsvereine veranstaltet wird, nimmt der RCC diese Einladung dankend an und gewinnt in den Jahren 1975 und 1976 den Pokal. Auch bei den Sport- und Spielfesten des TSV nimmt eine Mannschaft des RCC teil.
Als Resultat dieser Aktivitäten erhält der RCC am 7. November 1991 den Status eines gemeinnützigen Vereines.

Was seit 1996 - 22 Jahre RCC geschah

  • Seit nunmehr 17 Jahren wird Pfarrer Postler jährlich als „Faschingsprediger" aktiv! Er betritt dabei zwar nicht die Bühne des RCC, aber in diesen Gottesdiensten kann er regelmäßig auf mehr Besuch seiner Schäfchen hoffen.
  • Durch das Vorverlegen des Retzbacher Faschingszuges (seit 1983) auf den Sonntag vor Fasching wurde sowohl der Zug als auch die Anzahl der Zuschauer von Jahr zu Jahr größer. Teilweise können über 10.000 Zuschauer gezählt werden.
  • Im Jahre 1998 wurde der Rathaussturm wegen Renovierungsarbeiten in das "rollende Rathaus" verlegt.
  • Der RCC legt sich 2000 eine eigene Drehorgel zu.
  • 2001: Erster Auftritt der "Heckeschmatzer" - Die Vorstandschaft beschließt den Bau einer Gerätehalle.
  • Im Jahr 2004 beendet Alexander Konrad seine Tätigkeit als Vorstand nach 28 Jahren Vereinsführung. Gründungsmitglied Bruno Lemmich leitet die Geschicke des Vereins weiter. Auch der langjährige Sitzungspräsident Wolfgang Eichfelder beendet seine Karriere. Seither präsentiert Ludwig Pfister die Aktivitäten des Vereins!
  • Erstmalig hat der RCC zwei Prinzen auf der Bühne. Prinz Bernd I (Bühner) bekommt Konkurrenz durch Prinz "Aldi von de Beukelar" (Bütt Albrecht Ziegler)
  • 2005: Die Prinzengarde kündigt Ihren letzten Auftritt beim RCC an und wechselt zu großen Teilen in die Showtanzgruppe des Spielmannszuges. Nach 25 Jahren Büttenreden vom Feinsten müssen wir unseren Engelbert Kirchner alias die "Deutsche Eiche" überraschend zu Grabe tragen. Seit 2006 findet die zweite Prunksitzung in der Friedrich-Günther-Halle in Zellingen statt. Die Schwierigkeiten des Wechsels sind bei der ersten Veranstaltung nicht zu übersehen.
  • 11.11.2007: Der RCC stellt sein 32. Prinzenpaar vor und hat es somit geschafft seit Beginn der Vereinsaktivitäten jedes Jahr ein Prinzenpaar präsentieren zu können.
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